Ausgewogene Alltagsgestaltung für Hunde
Zeigt ein Hund unerwünschte Verhaltensweisen, lohnt es sich, die Tagesgestaltung genauer anzuschauen. Sowohl ein Zuviel an Beschäftigung – etwa zu lange oder zu aufregende Spaziergänge – als auch eine Unterforderung können Stress auslösen. Besonders junge oder schnell gestresste Hunde benötigen ausreichend Ruhezeiten und Pausen, um Überforderung und Konflikten vorzubeugen.
Umgekehrt kann auch zu wenig oder ungeeignete Beschäftigung Probleme verursachen. Langweilen sich Hunde, nutzen sie überschüssige Energie oft für unerwünschtes Verhalten. Das kann sich äußern in übermäßigem Bellen, dem Zerstören von Gegenständen, gesteigertem Aggressionsverhalten, dem Fressen Unverdaulichen oder selbstverletzendem Verhalten wie starkem Lecken oder Benagen bestimmter Körperstellen.
Besonders Hundesenioren und Hunde mit Handicap profitieren von individuellen, abwechslungsreichen Beschäftigungen. Beliebt sind einfache Suchspiele, z. B. ein Karton mit leeren Papprollen, Zeitungspapier oder Tannenzapfen, in denen Leckerchen versteckt werden. Auch befüllbare Kauspielzeuge bieten eine willkommene Abwechslung – etwa mit Leberwurst, Kartoffeln, Käse oder Joghurt.
Baku mit fast 14 Jahren liebt alles an Tricks und Intelligenz Dingen.![]()
Weitere leichte Beschäftigungen sind Balanceübungen wie das Laufen über einen Baumstamm, das Stehen auf einem Balanceball, Streckübungen oder das Einüben kleiner Tricks. Schon drei kurze Einheiten à fünf Minuten bewusster Beschäftigung können den gesamten Tag bereichern – und gleichzeitig die Bindung zwischen Mensch und Hund stärken
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