Ignorieren beim Nachhausekommen?

Ignorieren beim Nachhausekommen?
Das ist ein Mythos – und längst widerlegt. 🐶
Viele Tipps im Hundetraining stammen noch aus alten Dominanzmodellen.
Diese basierten auf falsch interpretierten Wolfsstudien aus Gefangenschaft – und gelten in der modernen Verhaltensbiologie seit Jahren als überholt.
Trotzdem werden sie weitergegeben.
Oft ungefragt. Oft unreflektiert.
Und leider auf Kosten der Hunde.
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Hunde sind Bindungswesen. Punkt.
Trennung und Wiedersehen sind für sie emotional bedeutsam.
Beim Wiedersehen passieren im Körper messbare Prozesse:
👉 Stress wird abgebaut
👉 Bindung wird gestärkt
👉 Sicherheit entsteht
Nähe ist für Hunde Regulation – keine Schwäche.
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Springen, Nähe zum Gesicht, Kontakt suchen?
Das sind ritualisierte Begrüßungsgesten aus der frühen Entwicklung.
Kommunikation. Beziehung. Kein Dominanzproblem.
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Ignorieren macht nicht ruhig.
Ignorieren macht unsicher.
Emotionen verschwinden nicht durch Wegsehen.
Sie stauen sich.
Und genau deshalb werden viele Hunde beim Heimkommen immer aufgeregter.
Nicht, weil sie „Grenzen testen“.
Sondern weil ihnen Regulation fehlt.
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Ruhig begrüßen heißt:
- Blickkontakt
- ein ruhiges Wort
- eine sanfte Berührung
Dann warten bis der Hund „runter kommt“ und auf ihn eingehen.
Das Nervensystem kann erst dann runterfahren.
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Ein tollen Zusammenleben entsteht nicht durch emotionale Kälte, sondern durch Verlässlichkeit.
Ein Hund orientiert sich an einem Menschen, der erreichbar ist – nicht an einem, der ihn ignoriert.
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Moderne Forschung zeigt klar:
👉 sichere Bindung stabilisiert Verhalten
👉 Nähe reduziert Stress
Beziehung ist keine Schwäche.
Sie ist die Grundlage.